Einstieg

Die Geschichte der Steuer geht zurück bis zur Zeit, als sich de Mensch sesshaft machte. Bereits damals war eine gewisse „Arbeitsteilung“ notwendig. Es gab Mitglieder der jeweiligen Gesellschaft, die für den Ackerbau und die Nahrungsbeschaffung verantwortlich waren, andere wiederum für die Sicherheit der Gruppe. Um auch die Sicherheitsmenschen erhalten zu können wurden Abgaben zu Gunsten der Beschützer eingeführt.

Die Römer vermieteten Steuerbezirke. So konnten begüterte Bürger Steuerbezirke in den verschiedensten Regionen mieten. Die Mieter erhielten das Recht monatliche Steuern einzuheben. Zur Zeit des Kaiser Tiberius gab es im heutigen Frankreich einen sehr gewievten Steuermieter. Er setzte in seinem Gebiet durch, dass das Jahr 14 Monate hatte. Erst als Tiberius über Beschwerden davon erfuhr machte er dem Spuk ein Ende. Wahrscheinlich nicht nur dem Spuk, ….

Vermutlich war die Steuerzahlung den  Stammesfürsten im alten Germanien eine Art Ehrenabgaben. Also eine Ehre dem Häuptling den Obulus auszuhändigen. Wahrscheinlich war die Übergabe des jährlichen Steuerbetrages in ein großes Fest eingebettet, sodass auch jeder andere sehen konnte, wie hoch der einzelne Steuerbeitrag war, wie begütert das Stammesmitglied war Welch ein Unterscheid zu heute. Heute wird die versucht die Stellung in der Gesellschaft durch Autos, Uhren, Häuser zu dokumentieren, damals ….

Im Mittelalter gab es in unseren Breiten eine Zweiteilung der Steuereinhebung, einerseits hatte der Adel das Recht Steuern einzuheben, vor allem von der Bauernschaft. Im Rahmen der Leibeigenschaft mussten die Bauern eine gewisse Zeit für den Landbesitzer ihre Dienst, und auch, heute würde man sagen Produktionsmittel (Ochsen, Karren, Pflüge, …) zur Verfügung stellen. Der Klerus hatte das Recht darüber hinaus den Zehent einzuheben. Oftmals blieb es nicht beim Zehnten Teil einer Ernte, sodass sich europaweit die Bauernschaft erhob und es immer wieder Bauernaufstände gab.

Die heutigen Steuersysteme gehen auf die Zeit des Absolutismus zurück. Maria Theresia hat neben der Abschaffung der Binnenzöllen innerhalb ihres Reiches auch eine Steuerreform durchgeführt, nach welcher auch der Adel und die Kirche steuerpflichtig wurden.

So alt wie die Beteuerung selbst ist die Bestrebung des anderen Teils der Bevölkerung, jenes Teils der Steuern zu zahlen hat, eben diese Steuerpflicht zu minimieren.  Historiker gehen davon aus, dass die Steuerflucht, Schwarzgeld und die Vermeidung von Steuerzahlungen wesentlich zum Untergang des riesigen Imperiums beigetragen hat.

„Die Folgen für Rom hat der Historiker Jochen Martin in seinem Standardwerk zur Spätantike beizeiten formuliert: „Zum Untergang des Kaisertums im Westen trug bei, dass neben aufgeblähten Hofhaltungen und einer aufgeblähten Bürokratie zu viele private Nutznießer entweder Steuern einsteckten oder die Steuerzahlung verweigerten und das staatliche System sich nicht durchsetzen konnte.“

In diesem Sinne, im heutigen Steuerwesen gibt es wohl nichts was es nicht schon mal gab.